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Wer sind wir eigentlich?

Zeit ist die wertvollste Ressource einen Menschen. Die wenigen Jahrzehnte unserer Lebenszeit sind nicht viel im Vergleich zu den tausenden von Jahren, in denen sich die Biosphäre der Erde zu ihrer heutigen Form entwickelt hat. Aber, wenige Jahrzehnte Industriegesellschaft waren andererseits schon genug um das Angesicht der Erde sichtbar, für zumindest lange Zeit und nicht zum Besseren zu ändern.

 

So kurz unsere Lebenszeit auch sein mag, wir können während dieser Zeit

  • im Strom der Industriegesellschaften mitschwimmen und damit teilhaben an der zunehmenden Störung von bislang stabil vernetzten und funktionsfähigen Erdsphären

 oder

  •  unsere Kräfte nutzen um tradierte Wege zu verlassen, die Erde mit ihren Ressourcen nicht mehr als beliebige Verfügungsmasse zu betrachten und daran mitzuwirken, die Degeneration einer lebensfreundlichen Erdsphäre zu stoppen und zu heilen.

 

Wer sind wir eigentlich, welche Rolle spielte Homo sapiens bei der Umgestaltung der Erdsphären zu dem uns heute bekannten Bild? Um hierauf eine Antwort zu geben, müssen wir viel weiter in die Geschichte zurück gehen, als nur die gut 100 Jahre seit Beginn der industriellen Revolution. Ein historisch markanter Einschnitt für Europa und Nordafrika war zum Beispiel die großflächige Entwaldung des Mittelmeerraumes durch das Wirtschaften des Römischen Reichs ab etwa 100 v. Chr. Die Folgen sind bis heute zu spüren und drastisch. Fehlender Wald bedeutete weniger Niederschlag, Verkarstung der Böden und Verlust von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Auf unabsehbare Zeit ist diese Entwicklung irreversibel. Weiter zurück in der Vergangenheit liegt z. B. das Aussterben von zahlreichen Großsäugetieren, das zeitlich mit der globalen Ausbreitung des Homo sapiens über die Erde vor 10.000 bis 20.000 Jahren zusammenfällt. Ein Beispiel aus der Gegenwart ist u. a. die Abholzung der tropischen Wälder des Amazonasgebiets. Zwischen 2008 und 2017 wurden jährlich zwischen 8000 und 13.000 Quadratkilometer Waldfläche vernichtet. Die Auswirkungen dieses Raubbaus werden im Amazonasgebiet vergleichbar sein mit denen der Entwaldung des Mittelmeerraums in der Antike. Im globalen Maßstab werden dazu aber noch wesentliche Auswirkungen auf das Weltklima erwartet, da mit dem Weichen des Regenwaldes ein großer Verbraucher für das klimawirksame CO2 verloren geht und grundlegende Klimaänderungen einhergehen.

Bis heute hat die Menschheit nahezu 75 % der Erdoberfläche umgestaltet, Arten aussterben lassen und andere gefördert. Die Verbreitung von Pflanzen und Tieren wurde maßgeblich beeinflusst und in zahllosen Bereichen wurde das Antlitz der Erde umgeformt. Die Dominanz des Menschen ist - auch im eigentlichen Sinne des Wortes - erschlagend für die Biosphäre des Planeten. Für all dies verantwortlich ist letztlich die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten von Homo sapies. Es gibt nur wenig zwischen Himmel und Erde, was sich der Gestaltungskraft des Menschen noch entziehen kann, im wesentlichen sind das heute noch Wüstengebiete, Gebirge und die Antarktis.

Was dem Homo sapiens offenbar im Verlauf seiner geistigen Evolution nicht mit auf den Weg gegeben wurde ist aber

  • die Fähigkeit, längere Zeithorizonte als die Lebenszeit der eigenen und der nachfolgenden Generation in das Handeln einzubeziehen,
  • eine anthropozentrische Sichtweise nicht zur bestimmenden Richtschnur des Handelns werden zu lassen
  • die Erkenntnis, das der Geschwindigkeit des technischen Forschritts de facto eine Stagnation der geistigen Entwickung gegenüber steht und eine Technikfolgenabschätzung damit zunehmend schwierig wird,
  • die Erkenntnis, dass die Bildung von kleinen, entscheidungsrelevanten Eliten (Kapitaleigner, Konzernlenker, politische Entscheider u.a.) und großen, nur noch ausführenden Teilen der Gesellschaften (Arbeiter, verwaltende Dienstleister, Empfänger von Transferleistungen u.a.) immer weiter und schneller voranschreitet, und
  • die Notwendigkeit, die persönliche Bereicherung im ökonomischen und sozialen Bereich zugunsten eines mehr altruistischen Verhaltens einzuschränken.

 

Ein kritischer Blick auf die Situation in Deutschland, Europa und der Welt zeigt uns, dass viel zu tun ist. Wir möchten Sie mit umweltzone-erde überzeugen sich für die Erde zu engagieren, Ihnen Argumente zum Diskurs liefern und Sie zum Handeln motivieren.

 

 
 

Wer sind Sie eigentlich?

 

Sind Sie sich eigentlich schon über Ihren eigenen Standpunkt in der Debatte um mehr Schutz für die Erdeim Klaren? Haben Sie sich zu diesem Thema überhaupt schon konkret Gedanken gemacht? Um Ihre persönliche Einstellung zu erkennen, könnten vielleicht ein paar Fragen hilfreich sein, die Sie sich im Gespräch mit Freunden oder im inneren Zwiegespräch stellen können. Warten Sie hierfür auf einen ruhigen Augenblick und schalten Sie dafür den Alltag eine Weile ab.

 

  • Welchen Stellenwert haben Komfort, Konsum und materieller Wohlstand einerseits und Achtsamkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen andererseits für Sie?
  • Wie wichtig ist Ihnen die Rücksichtnahme auf kommende Generationen?
  • Glauben Sie daran, dass sich Wohlstand und z.B. Klimaschutz einander ausschließen?
  • Glauben Sie daran, dass eine stetig wachsende Technosphäre die natürlichen Erdsphären in ihrer Bedeutung ersetzen kann?
  • Stimmt ihr Handeln im Alltag mit Ihren im Diskurs um den Schutz der Umwelt vorgetragenen Überzeugungen überein?
  • Sie können die Liste dieser Fragen jederzeit nach eigenem Ermessen erweitern ...

 

Eine Aufgabe für Sie: Nehmen Sie ein Blatt Papier und einen Bleistift zur Hand und schreiben Sie auf, wie wichtig Ihnen Komfort ist. Diskutieren Sie mit Freunden und Familie, wie Ihr Konsumverhalten eingeschätzt wird. Notieren Sie in Stichworten die Argumente, die Sie als Nachweis für Ihre Achtsamkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen aufführen können. Skizzieren Sie Ihre persönlichen Leitsätze für den Umgang mit natürlichen Ressourcen (Rohstoffe, Energie, tierische Produkte, Kunststoffe, Mobilität u.a.). Antworten Sie auf die Frage, wie wichtig Ihnen kommende Generationen von Menschen sind mit einer Aufzählung der Maßnahmen, die Ihre Antwort untermauern. Heben Sie das Geschriebene gut auf, wir werden auf diese Aufzeichnungen zurückkommen.

 

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