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Der Wandel wird sichtbar

 

Eigentlich kann man sich den Nachrichten über gravierende Veränderungen auf unserem Planeten nicht mehr entziehen. Nur eine schier endlose Aufzählung von Phänomenen könnte die Dynamik der aktuellen Veränderungen noch umfassend abbilden. Alle Erdsphären, u.a. die biologische, die physikalisch-chemische und die soziologische Sphäre sind dabei, ein bis dato erstaunlich stabiles Gleichgewicht zu verlassen. Niemand weiß, was in 100 oder 500 Jahren sein wird. Sicher ist aber schon heute, die Welt wird eine andere sein.

Aktuell wird im Kontext von globaler Klimaänderung diskutiert, ob die Erhöhung der mittleren globalen Temperatur bis zum Jahr 2100 noch auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann oder ob diese doch bei 4 Grad liegen wird. 4 Grad mehr wird schon keinen umbringen, werden Sie vielleicht denken? Um Ihnen aber die Brisanz einer solchen Erwärmung zu veranschaulichen betrachten Sie bitte den folgenden, historisch belegten Vergleich:

Eine mittlere globale Temperaturänderung ist zunächst eine rein statistische Größe, ohne wesentliche Aussagekraft für eine bestimmte Region auf der Erde. Aber, ein globaler Temperaturanstieg um 4 Grad Celsius bewirkte in der jüngeren Erdgeschichte z. B. einen Übergang von den Kaltphasen der letzten Eiszeit (Würmeiszeit, mittlere Erdtemperatur ca. 11 Grad Celsius) zum heutigen Klima (mittlere  Erdtemperatur ca. 15 Grad Celsius). Ein Unterschied von vier Grad Celsius bei der mittleren Erdtemperatur entscheidet somit darüber, ob z. B. in Bayern ein dicker Eispanzer über dem Alpenvorland liegt (wie während der Würmeiszeit) oder dort wärmeliebender Hopfen in hoher Qualität für Bierfreunde angebaut werden kann (wie dies heute der Fall ist). Globale Änderungen im Bereich von wenigen Grad Celsius haben somit auf lokaler Ebene durchaus das Potential zu verheerenden Änderungen.

Für Gebiete mit einem kontinentalen Klima bedeutet darüber hinaus eine um 4 Grad Celsius erhöhte, mittlere Globaltemperatur in der sommerlichen Spitze 10 Grad Celsius mehr an den heißesten Tagen. Bedeutet dies nun einfach ‚Pech gehabt‘ für die Menschen, die schon heute an besonders heißen Orten leben?  Oder Pech gehabt für die, die morgen dort geboren werden und leben wollen? Und, - wer sagt uns denn, dass der Temperaturanstieg im Jahr 2100 stoppen wird? Das einzige was hier scheinbar sicher stoppt, ist der Denkhorizont der meisten, heute lebenden Menschen.

 

Wie geht unsere Gesellschaft mit solchen Fakten um? Durch wen wird die Entwicklung unserer Umwelt erfasst, bewertet und mit angepassten Handlungsstrategien beantwortet?

 

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